Das Kirchweihfest im Haus Maria Regina am 26. März war der geeignete Rahmen zur Einführung des neuen Heimleiters. Bevor die Hausbewohner und zahlreichen Gäste aus Kirche, sozialer Arbeit und Politik das Kesselfleisch und Blasmusik genießen konnten, gab Caritasvorsitzender Domkapitular Clemens Bieber, der dafür aus Würzburg angereist war, Nicolay im Rahmen eines Gottesdienstes in der Hauskapelle seinen Segen.
Ältere Menschen sollten gerade in einer katholischen Einrichtung wie dem Haus Maria Regina die Nähe Gottes spüren, sagte Bieber in seiner Predigt. Das Leben sei in allen Phasen lebenswert und wichtig. Alte Menschen und Kinder dürfen nicht als Kostenfaktoren gesehen werden. „Nur durch solidarisches Miteinander wird die Welt lebenswert.“
Ohne Wirtschaftlichkeit sei keine soziale Einrichtung zu halten, ohne Menschlichkeit sei es darin aber nicht auszuhalten, mahnte Georg Sperrle, Geschäftsführer der Trägergesellschaft des Miltenberger Hauses, der Caritas Einrichtungen gGmbh. Dem neuen Einrichtungsleiter komme bei diesem Spagat eine wichtige Funktion zu. Bereits die Enzyklika DEUS CARITAS EST führe aus, dass fachliche Kompetenz und Herzensbildung gleich wichtig seien. Und Sperrle verwies auf die ökumenische Dimension der neuen Personalie, schließlich sei Nicloay so wie er selbst evangelisch. Als spirituelle Grundlage überreichte er dem neuen Heimleiter eine Bibel, als fachliches Dokument das Qualitäts-Handbuch. Um die Zukunft des Hauses mache er sich keine Sorge, so Sperrle, schließlich sei es kirchlich und politisch sehr gut in Miltenberg eingebunden. Dass Miltenbergs Bürgermeister Joachim Bieber hinter der Senioreneinrichtung steht zeigte er, indem er mit Erich Lorenz und Albert Elbert für die musikalische Umrahmung der Kirchweih sorgte.
Während seiner Schul- und Studienzeit habe er als Zeitungsausträger, Bierzapfer, Packer und Staplerfahrer gearbeitet, stellte sich der 54-Jährige Nicolay den Gästen vor. Nach dem Studium der Sozialwissenschaft in Trier habe er zunächst als Jugendpfleger in Heppenheim gearbeitet, sei dann aber in die Seniorenarbeit gewechselt. Seit einhundert Tagen arbeite er nun im Haus Maria Regina in Miltenberg und habe hier die Wichtigkeit des christlichen Leitbildes für seine Arbeit schätzen gelernt.
Bürgermeister Bieber überreichte dem neuen Heimleiter als Begrüßungsgeschenk einen Bierkrug mit hochprozentigem Festbier. Stadtpfarrer Dr. Christian Lutz und Pater Mani Panthalany von der Pfarreiengemeinschaft St. Martin, die mit Bieber den Gottesdienst zelebrierten, boten ihm eine gute Zusammenarbeit in der Seelsorge der Seniorenarbeit an. Beste Grüße übermittelte auch Gerhard Schuhmacher, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der ambulanten und stationären Pflege.
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zur Bürokauffrau beim Caritasverband für die Diözese Würzburg e. V. konnte Frau Anne Wallrapp noch im Februar 2012 als Mitarbeiterin in der Verwaltung für die Caritas-Einrichtungen gGmbH gewonnen werden. Sie führt selbstständig das Sekretariat der Geschäftsstelle.
Die Geschäftsführung, Kolleginnen und Kollegen freuen sich mit Frau Wallrapp über Ihr ausgezeichnetes Ergebnis und die gute Zusammenarbeit in der Zukunft.
20.03.12
Die Caritas Einrichtungen gGmH, mit 15 Häusern, 850 Mitarbeitern und ca. 1.500 Pflegeplätzen größter Anbieter stationärer Pflege in Unterfranken, hat seit dem 15. September eine neue Geschäftsführung. Mit Marco Warnhoff, Andreas Hammer und Georg Sperrle teilen sich drei gleichberechtigte Fachleute mit langjähriger Wirtschafts- und Pflegeerfahrung die Arbeit. Heute stellte sich neue Leitungsrunde der Belegschaft vor. Gesellschafter der gGmbH sind zu 75 Prozent die Diözese Würzburg und zu 25 Prozent der Diözesan-Caritasverband.
Den kaufmännischen Bereich übernimmt der 52-Jährige Würzburger Andreas Hammer, seit 2011 Geschäftsführer der Bischöflichen Finanzkammer Würzburg. 1985 schloss der gebürtige Würzburger sein Betriebswirtschaftsstudium an der hiesigen Universität mit dem Diplom ab. Anschließend arbeitete er fünf Jahre als Prüfungsleiter in der Frankfurter Wirtschaftsprüferkanzlei BDO AG und wechselte dann für zehn Jahre zum Schickedanz-Konzern, wo er erst die Leitung des Bereichs Bilanzierung und Steuern übernahm, später die des Bereichs Vermögensverwaltung Gesellschafter. Weitere elf Jahre war Hammer für die Arcandor AG tätig, zuerst als Leiter der Konzernsteuern, dann als Geschäftsführer Spezialversand.
Für den Personalbereich zeichnet Marco Warnhoff verantwortlich, der eigentlich Franziskaner werden wollen. In seiner Heimatstadt hatte der gebürtige Bamberger die Ordensschule der Karmeliten zur Vorbereitung auf das Priestertum besucht und war Postulant der Franziskaner gewesen. Doch der heute 41-Jährige studierte schließlich Jura, Betriebswirtschaft und Theologie in Deutschland und den USA. 2001 begann er als Leiter der Rechtsabteilung im Konzern der schwedischen Sec AB. 2003 übernahm er die Personalverantwortung für 2100 Mitarbeitern innerhalb des Konzerns, bis zu seinem Wechsel zum Caritasverband war er als Geschäftsführer in diversen Gesellschaften des Konzerns und seit 2005 als Rechtsanwalt, Unternehmensberater und Dozent für Wirtschaftsrecht tätig. Um sein Theologiestudium abschließen zu können, wechselte Warnhoff im April 2011 in die Personalabteilung des Diözesan-Caritasverbandes nach Würzburg.
Jüngster in der Runde ist Georg Sperrle, der sich um den fachlichen Bereich der Alten- und Krankenpflege kümmert. 1975 im schwäbischen Backnang geboren, machte er bis 1999 eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger. Nach einer zweijährigen Berufstätigkeit als Krankenpfleger an der Universitätsklinik Würzburg studierte er an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Pflegemanagement, das er 2006 mit dem Diplom-Pflegewirt abschloss. Im gleichen Jahr begann er seine Tätigkeit als Bereichsleiter für ambulante Pflege beim Diözesan-Caritasverband, zum Juni 2010 übernahm er die Fachbereichsleitung Gesundheit und Alter und damit auch Geschäftsführung der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft Pflege, der über neunzig ambulante und stationäre Altenhilfeeinrichtungen und -dienste angehören.

Ist die Zufriedenheit in Alten- und Pflegeheimen messbar? Dieser Frage stellten sich in den vergangenen vier Monaten acht Studenten der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt unter Leitung des FH-Dozenten Thomas Peters und Jürgen Hansel von der Caritas-Einrichtungen gGmbH. Im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Projektarbeit interviewten sie dazu Senioren und Angehörige der Würzburger Caritashäuser Seniorenzentrum Sankt Thekla und Marienheim. Mit diesem Projekt sollten neben einer objektiven Messung der Zufriedenheit in den beiden Häusern auch Verbesserungspotentiale für die Bewohnerpflege und Betreuung erkannt werden.
Auf einem Fragebogen konnten die Befragten die Noten 1 bis 6 zu den Themen „Pflege, Verwaltung und Heimleitung, Umgang mit Beschwerden, Selbstbestimmung und Individualität“ vergeben. Die hohe Beteiligung von über 50 Prozent an der Befragung und die Auswertung der Ergebnisse ergaben gute Gesamtergebnisse in allen Bereichen. So wurde zum Beispiel die Verpflegung von den Bewohnern im Mittelwert mit der Note 1,94 bewertet, die Beachtung der Privatsphäre mit Note 1,34 oder die Leistungen der Pflege mit Note 1,99. Die Heimleiter Hans Heidenfelder und Ines Klingenmaier freuten sich sehr, dass diese Ergebnisse die Beurteilungen des medizinischen Dienstes oder der Heimaufsicht über die Zufriedenheit der Bewohner bestätigten. Im Rahmen der Messungen wurden auch die Zusammenhänge verschiedener Antworten verglichen. So konnte beispielsweise belegt werden, dass Bewohner, die mit der Körperpflege zufrieden sind, das gesamte Leben im Haus sehr gut bewerten.
Die Fachhochschule hat ein großes Interesse daran, das Projekt mit der Caritas weiterzuführen und zukünftige Fragebögen noch mehr auf die Bedürfnisse der Senioren weiter zu entwickeln. „Wissenschaftliches Arbeiten und die praktische Umsetzung der Erkenntnisse im Seniorenheim geben unseren Studierenden die Möglichkeit, direkt bei der Entwicklung von Verbesserungspotentialen mitzuwirken“, zeigte sich Thomas Peters überzeugt. Für die Studenten stellte die Arbeit in der Altenpflege eine wichtige Praxiserfahrung in einem sozialen Arbeitsfeld dar, das sehr hohe Anforderungen an Qualität und Mitarbeitereinsatz stellt.
01.09.2011

Nach schwerer Krankheit verstarb am 1. Juli mit nur 49 Jahren Guido Maria Heinz Aengenheyster. 1962 in Kevelar geboren, absolvierte er nach der Fachhochschulreife bei der Diebels Brauerei in Issum eine Lehre zum Industriekaufmann. Auf dem zweiten Bildungsweg legte er 1985 in Neuss das Abitur ab und studierte in den Folgejahren in Münster und Würzburg Diplom-Theologie. An das Studium schloss er 1990/1991 einen neunmonatigen Lehrgang mit Spezialisierung in Marketing, Personalführung und EDV bei den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Arbeitgeberverbände e.V. in Würzburg an und begann unmittelbar danach beim Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V. als Leiter des Caritas Alten- und Pflegeheims St. Franziskus in Bubenreuth. Im April 2002 ging Guido Aengenheyster zur Caritas-Einrichtungen gGmbH nach Würzburg und übernahm die Leitung des Caritas-Hauses für Senioren St. Franziskus in Großostheim. Zum 1. September 2010 wechselte er als Referent für Qualitätsmanagement, Personalentwicklung und Qualitätsmanagement in die Würzburger Geschäftsstelle der gGmbH. In den letzten Monaten vor seinem Tod war er kommissarischer Einrichtungsleiter im Marienstift in Schweinfurt.
Guido Aengenheyster, der eine Ehefrau hinterlässt, wird in seiner Heimatstadt Kevelar beerdigt.
06.07.2011
23 leitende Pflegekräfte der Caritas-Einrichtungen gGmbH aus Bad Kissingen, Großostheim, Kitzingen, Miltenberg, Schweinfurt, Volkach und Würzburg haben im Elisabethenheim im Rahmen einer fünftägigen Fortbildung viele Tipps zu ihrem Arbeitsalltag bekommen. Geleitet wurde der Kurs von Georg Betz und Michael Brandl, Dozenten der in Regenburg beheimateten Katholischen Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Bayern, und von Führungskräften der Caritas-Einrichtungen gGmbH. Zur Sprache kamen Themen wie Führungs- und Qualitätsmanagement, Personalentwicklung und -führung oder die Definition des Kerngeschäft von Führungspersonen in sozialen Organisationen.
Der Kurs, sagte Ralf Günther, Geschäftsführer der Caritas Einrichtungen gGmbH, bei der Abschlussfeier in der Kopingakademie am vergangenen Mittwoch, solle den Mitarbeitern/innen nicht nur Schlüsselqualifikationen für Leitungs- und Führungsaufgaben vermitteln, sondern auch einen selbstsicheren und angemessenen Umgang mit Mitarbeitern, Behörden und Vorgesetzten fördern. Daher hatte die GmbH ihren Mitarbeitern den Kurs auch kostenfrei angeboten. Günther freute sich sehr, dass ihn alle Teilnehmer erfolgreich beendet haben.
Die Caritas Einrichtungen gGmbH ist der größte Träger von Senioreneinrichtungen in Unterfranken. In ihren 15 Alten- und Pflegeeinrichtungen betreuen 850 Mitarbeiter/innen 1.500 Senioren.
Dr. Ludger Heuer
17.12.2010