Inklusion auf Augenhöhe: Generalvikar Dr. Vorndran besucht Vinzenz Würzburg

Starkes Team für die Region: Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran und Dieter Engelhardt (Bistum Würzburg) zu Gast
bei Vinzenz Würzburg. (v.l.n.r.: Mathias Hälker, Dieter Engelhardt, Pascal Schäfer, Georg Sperrle, Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, Michael Herrmann, Kerstin Braun, Anja Philipp, Sonja Reeg)

Würzburg. Beeindruckende Einblicke in ein „starkes Stück Kirche“: Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran hat sich vor Ort über die Arbeit von Vinzenz Würzburg informiert. Beim Besuch des größten Inklusionsbetriebs Unterfrankens, einem Tochterunternehmen der Caritas-Einrichtungen gGmbH, stand neben der strategischen Ausrichtung vor allem der direkte Austausch mit den Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Das Unternehmen, das professionelle Dienstleistungen in den Bereichen Gebäudereinigung, Wäscherei sowie Garten- und Landschaftsbau anbietet, zeigte der Leitung der Bistumsverwaltung, wie Teilhabe unter realen Marktbedingungen und im Sinne des christlichen Auftrags gelingt.

Wirtschaftlicher Erfolg mit christlichen Werten

Begleitet von Dieter Engelhardt, Leiter der Zentralen Dienste des Bistums Würzburg, informierte sich der Generalvikar bei Geschäftsführer Georg Sperrle über die Entwicklung des Unternehmens. Seit 1989 hat sich Vinzenz von einem kleinen Projekt zu einem mittelständischen Dienstleister mit 200 Mitarbeitenden entwickelt. Heute bietet das Unternehmen Menschen mit Behinderung, psychischen Beeinträchtigungen oder Migrationshintergrund eine dauerhafte Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Die betriebliche Sozialberaterin Sonja Reeg stellte gemeinsam mit den Betriebsleitungen das besondere Konzept vor: Die Verbindung von fachlicher Professionalität und engmaschiger menschlicher Begleitung. Drei kurze Video-Interviews verdeutlichten dabei die individuellen Erfolgsgeschichten – etwa die einer Mitarbeiterin, die nach drei Jahren Arbeitslosigkeit bei Vinzenz eine neue berufliche Heimat fand. „Was hier geleistet wird, ist Spitzenklasse – fachlich wie menschlich“, lobte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Professionalität das Team die Inklusion jeden Tag in echte Qualität für die Kunden übersetzt.“

Bewegende Einblicke in der Wäscherei

Besonderen Eindruck hinterließ der Besuch in der hauseigenen Wäscherei. Beim Rundgang suchte der Generalvikar das persönliche Gespräch an den Arbeitsplätzen. Dabei ging es weniger um technische Abläufe als um das menschliche Miteinander. Auf die Frage nach dem Wohlbefinden antworteten die Mitarbeitenden sichtlich stolz über ihre Aufgabe und die Wertschätzung im Team. Georg Sperrle unterstrich: „Inklusion ist für uns kein Randthema, sondern der Kern unseres wirtschaftlichen Handelns. Unsere Teams erbringen professionelle Dienstleistungen auf Augenhöhe mit jedem anderen Betrieb.“

Herausforderung Fachkräftemangel: Sozialkompetenz gefragt

Der Besuch bot auch Raum, aktuelle Hürden zu diskutieren. Denn der allgemeine Fachkräftemangel trifft Inklusionsbetriebe besonders hart. Gesucht werden Experten, die nicht nur eine hohe fachliche Qualifikation, sondern auch ein hohes Maß an Sozialkompetenz mitbringen. Vinzenz versteht sich hier als attraktiver Arbeitgeber für Fachkräfte, die in ihrem Beruf auch eine tiefe soziale Sinnhaftigkeit suchen.

Über Vinzenz Würzburg

Vinzenz Würzburg ist ein führendes Inklusionsunternehmen unter dem Dach der Caritas. Mit 200 Mitarbeitenden erbringt der Betrieb hochwertige Dienstleistungen in der Gebäudereinigung, der Wäscherei sowie im Garten- und Landschaftsbau. Ziel ist die dauerhafte Integration von Menschen mit Beeinträchtigung in den ersten Arbeitsmarkt.

Weitere Informationen: www.vinzenz-wuerzburg.de

Im Gespräch: Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran und Dieter Engelhardt, Leiter Zentrale Dienste Bistum Würzburg, lassen sich die Abläufe in der Vinzenz Wäscherei erklären. (v.l.n.r.: Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, Georg Sperrle, Dieter Engelhardt, Moayed Basha, Sabine Schirmer, Michael Herrmann)

Wege in den ersten Arbeitsmarkt: Sonja Reeg (Vinzenz Sozialberatung) erläutert das Konzept der Inklusionsunternehmen.

Text und Bilder: Kerstin Dalke I Vinzenz Würzburg